Philip Togni


Philip, wurde in Schottland geboren, sein Vater stammte aus dem Tessin. Nach der Grundschule studierte der junge Philip Geologie in London. Mit dem Abschluss in der Tasche fand er eine Anstellung bei Shell. Er arbeitete als sogenannter Explorer, der neue Erdölfelder ausfindig machen sollte in Peru, Kolumbien und Spanien.


In dieser Zeit reifte bei Philip der Wunsch, eines Tages Wein keltern zu können. So beschloss   er anfangs der 50er Jahre, seinem Geologie- noch ein Önologie Studium anzuhängen. So schrieb er sich in der Universität von Bordeaux ein, wo er das grosse Glück hatte, ein Schüler des berühmten Professors Emile Peynaud zu sein, einem der damals wegweisenden Pioniere der modernen Weinherstellung.

Nachdem Philip sein Studium im Jahre 1956 erfolgreich mit dem Titel Diplôme National d’Oenologie abgeschlossen hatte, fand er Arbeit auf Château Lascombes in Margeaux. Dort lerne er auch seine spätere Frau Brigitta, die den Rebbau studiert hatte, kennen. Alsbald aber zog es die beiden nach Kalifornien. Auf der Mayacamas Winery, hoch in den Bergen am Mount Veder im Napa Valley gelegen, fand Philip im Frühjahr 1959 seine erste Anstellung. Es war dem hier Schreibenden vergönnt, im Jahre 2002 eine kleine Flasche vom Mayacamas Chardonnay 1959 zusammen mit Bob Travers zu geniessen!

Philip ist im Jahre 2021 noch der einzige lebende Weinmacher, der von sich behaupten kann, bereits in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Napa Valley Wein gekeltert zu haben. Er war 1960 der erste Winzer auf der Chalon Winery im Monterey County. Der Wein wurde in einem zweckentfremdeten Hühnerstall gekeltert. Täglich musste zudem nach Salinas gefahren werden um Eis zu kaufen, damit der Keller gekühlt werden konnte. Damals eine Fahrt von sage und schreibe 5 Viertelstunden!


Nach seinem Engagement bei Chalon zog es die Tognis wieder zurück ins Napa Valley, wo
Philip das Weinmachen auf der jungen Chappellet Winery am Pritchard Hill übernahm. Er war es auch, der den legendären 1969 Cabernet dieses Weingutes keltert.

Seine nächste Weingut Station war die Cuvaison Winery, die damals Thomas Schmidheiny
aus der Balgacher Industriellen Familie gehörte. Schliesslich konnte 1975 am Spring Mountain ein Anwesen erworben werden, auf dem die Familie dann ab 1982 auf etwas mehr als 4 Hektaren Reben anpflanzte. Einige Reben waren schon vorhanden, doch Philip strebte nach qualitativ Besserem und vor allem Geordneterem.

Die Tochter des Hauses, Lisa, ist nun seit 2012 verantwortlich für die Weinbereitung und den Rebberg. Philip ist jedoch immer noch als graue Eminenz im Hintergrund mit guten Ratschlägen parat. Sein Wissen und seine immense Erfahrung von über 60 Jahrgängen Weinbereitung in Kalifornien ist immens. Er ist ein wandelndes Lexikon und gehört ohne einen Zweifel zu den Weinmachern mit Einfluss, der beachtet werden muss.

Auf dem Weingut werden durchschnittlich pro Jahr in etwa 25 Tausend Flaschen Wein abgefüllt. Die Togni Weine sind ein Muss!